03.11.2018, von Martin Abraham

Gefahren von Sylvesterfeuerwerk

Belehrung der Jugendgruppe durch die Fachgruppen Sprengen.

Explosion "Polenböller"

Am 03.11.2018 führte die Fachgruppe Sprengen des Ortsverbandes Schleswig, in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Sprengen aus Hamburg Altona, eine Belehrung der Jugendgruppe Schleswig über die Gefahren von Sylvester Feuerwerk durch.

Die Veranstaltung wurde so gestaltet, dass mit einem theoretischen auf Jugendliche abgestimmten Vortrag begonnen wurde, bei dem auch Musterexemplare verschiedenster pyrotechnischer Gegenstände gezeigt worden.

Themen waren

  • die gesetzlichen Bestimmungen und
  • der Richtige Umgang mit Feuerwerkskörpern.

 

Des Weiteren wurde darauf eingegangen, welche

  • Gefahren von nicht zulässiger Pyrotechnik und Selbstlaboraten ausgehen.

 

Am Ende des Vortrages, wurde auf

  • das richtige Verhalten in Notfallsituationen eingegangen.

 

Der Praktische Teil fand auf dem Hofplatz des Ortsverbandes statt.


Um den Jugendlichen deutlich zu zeigen, dass die Anzündschnur an pyrotechnischen Gegenständen nichts über die Abbrennzeit aussagt, wurden 4 verschiedene jeweils 1 m lange Anzündschnüre abgebrannt, während die Jugendlichen die Zeit stoppten. Die Abbrennzeiten lagen zwischen 10 Sekunden und einer Minute.

Im Anschluss wurde anhand einer Übungspuppe und einem Luftballon verdeutlicht, welche Auswirkungen Feuerwerkskörper auf das menschliche Trommelfell haben.

Um den Jugendlichen zu zeigen, warum keine Feuerwerkskörper in Jackentaschen transportieren werden sollten, wurde in der Jackentasche an der Übungspuppe ein Feuerwerkskörper gezündet. Dies könnte theoretisch durch ein heißes Feuerzeug in derselben Tasche geschehen (Bild Feuerwerk in Tasche).
Da es bei solch einem Unfall zu einem Brand der Jacke kommt, wurde mittels einer Wolldecke demonstriert, wie eine Person mit einfachen Hilfsmitteln abgelöscht werden sollte.

Da es kurz vor oder nach Sylvester immer wieder zu Unfällen mit Selbstlaboraten kommt, wurde den Jugendlichen gezeigt, dass Schwarzpulver nicht wie im Film langsam abbrennt, sondern auch explosionsartig reagiert. Hierfür wurde eine ungefähr 2 m lange Schwarzpulverspur aus sicherer Entfernung gezündet. (Bild Schwarzpulverexplosion) In 20 m Entfernung war die Hitzewelle der Explosion deutlich wahrnehmbar. Um den Jugendlichen die Auswirkungen der Hitze auf zu zeigen, lag eine Schweinepfote auf der Schwarzpulverspur. Die Schweinepfote wies nach der Explosion deutliche Verbrennungen auf.

Der praktische Teil endete mit zwei Vorführungen, welche Folgen entstehen, wenn ein Feuerwerkskörper in der Hand explodiert oder abbrennt. Hierfür wurden 2 weitere Schweinepfoten verwendet. In der ersten wurde ein in Deutschland zugelassener Pyrotechnischer Knallkörper gezündet. Die Schweinepfote wies Verbrennungen auf und entsprechende Prellungen waren erkennbar. In der zweiten Pfote wurde ein sogenannter "Pollenböller" gezündet. Um die Energie, welche teilweise in nicht zugelassener Pyrotechnik steckt deutlich auf zu zeigen, wurde die Pfote in einem Behältnis gezündet, welches lose mit einer Decke abgedeckt war. (Bild Explosion Polenböller)
Die Decke wurde durch die Explosion ungefähr 4 m in Luft geschleudert. Die Überreste der Pfote zeigten deutlich, warum nur in Deutschland zugelassene Pyrotechnik verwendet werden sollten.

Die Veranstaltung wurde mit dem Hinweis beendet, dass es sich bei der Belehrung lediglich um eine Informationsveranstaltung handelte und die Jugendlichen sich auch weiterhin an die gesetzlichen Vorgaben halten müssten und sollten.

Verabschiedet wurden die Jugendlichen mit den wahrscheinlich ersten Glückwünschen für ein frohes neues Jahr und einen unfallfreien Jahreswechsel.


  • Explosion "Polenböller"

  • Feuerwerk in der Tasche

  • Schwarzpulver-Explosion

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